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Unterweseranpassung
Vorhaben Das Vorhaben wird in der Unterweser realisiert. Diese bildet zusammen mit der Außenweser das Weserästuar. Die Unterweser umfasst dabei den Bereich zwischen dem Weserwehr bei Bremen-Hemelingen und Bremerhaven bei Weser-km 65. Bei Bremerhaven geht die Unterweser in die Außenweser über, die sich über eine Länge von etwa 65 km bis zur Nordsee erstreckt. Entlang der Unterweser münden stromab von Bremen u.a. die Nebenflüsse Ochtum (Weser-km 13) und Lesum (Weser-km 17,5) – nach Zusammenfluss von Wümme und Hamme – in die Weser. Bei Weser-km 32 fließen die Hunte und bei Weser-km 66 die Geeste hinzu. Außerdem zweigen zwischen Brake und Nordenham zwei Nebenarme – der Rechte Nebenarm und die Schweiburg – von der Weser ab. Das hydromorphologische Geschehen im Weserästuar ist geprägt von der aus der Nordsee einlaufenden Tide und dem über das Weserwehr strömenden Oberwasserzufluss, infolgedessen sich im Weserästuar besondere Strukturen auf der Gewässersohle ausgebildet haben. So weisen weite Bereiche der Unterweser (Weser-km 18-54) und z.T. auch Bereiche der Außenweser eine wellige Sohlstruktur im Bereich der Fahrrinne auf. Hierbei handelt es sich größtenteils um eine Überlagerung von Dünen und Riffeln, die so genannten Transportkörper. Der morphodynamische Einfluss des Oberwassers nimmt seewärts ab. Der Einfluss der Tide hingegen zeigt Auswirkungen in der Weser bis zum Weserwehr und in die Nebenflüsse. Seit mehr als 100 Jahren wird das Weserästuar an die Entwicklungen im Schiffsverkehr angepasst. Letztmalig wurde die Unterweser zwischen 1973 und 1978 auf eine Tiefe von 9 m unter Seekartennull (SKN; 9 m-Ausbau) und die Außenweser in den Jahren 1998/1999 auf eine Tiefe von 14 m unter SKN (14 m-Ausbau) ausgebaut. In der folgenden Tabelle ist der derzeitige planfestgestellte Ausbaugrad des Weserästuars zusammengefasst.
Planfestgestellte Fahrrinnenbreiten und Tiefenlagen der Fahrrinnensohle im Weserästuar nach Abschluss des 14 m-Ausbaus der Außenweser Das Weserästuar ist gekennzeichnet durch umfangreiche strombauliche Maßnahmen in Form von Buhnen und Leitdämmen sowie Strandvorspülungen und Uferdeckwerken, die der Sicherung und Stabilisierung der Wasserstände, einer
Verbesserung des Uferschutzes und einer Minimierung des Unterhaltungsaufwandes
dienen. Nordsee und der nach HABAK-WSV zugelassenen Klappstellen in der Außenweser. - KLICKEN ZUM VERGRÖSSERN - Die baulichen Maßnahmen erstrecken sich über insgesamt 59 km Flusslauf von Weser-km 65 bis zum Hafen Bremen bei Weser-km 6. Im Rahmen dieser Maßnahmen ist im Teilabschnitt zwischen Weser-km 65 und Nordenham bei Weser-km 58 mit dem so genannten Blexer Bogen eine Verschwenkung der Fahrrinne um den Kurswechselpunkt bei Weser-km 60,5 von maximal 60 m nach Osten geplant, um den derzeitigen Verlauf der Fahrrinnentrasse in einen Bereich mit größerer natürlicher Wassertiefe zu verlegen und somit die Sicherheit und Leichtigkeit der Kurvenpassage zu verbessern. Damit verbunden ist die Verlegung von zwei Richtfeuerpaaren. Weiter wird im sich anschließenden Teilabschnitt zwischen Nordenham und dem Hafen Brake bei Weser-km 40 eine Absenkung der Fahrrinnensohle um bis zu 0,9 m und im Teilabschnitt zwischen den Häfen Brake und Bremen von streckenweise bis zu 0,6 m erforderlich. Veränderungen an den vorhandenen Fahrrinnenabmessungen in Form von Verbreiterungen oder Kurvenaufweitungen sowie strombauliche Maßnahmen erscheinen jedoch nach dem derzeitigen Stand der Planungen in beiden Vertiefungsabschnitten als nicht notwendig. Hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs ist vorgesehen, die mit dem Vorhaben verbundenen baulichen Maßnahmen über einen Zeitraum von etwa 3 - 6 Monaten ab Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses zu realisieren. |
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